13.09.2011

Vornamen für Produkte sind ...


NEIN!!! 
Vornamen für Produkte sollen eine schnelle Identifikationsbasis für KundInnen bieten. Obwohl es eine bessere Idee als die Zahlenfolge 101.306.28 ist, ist ein Vorname m. E. kontraproduktiv. So mancher Name ist negativ belastet, ohne gleich der Name eines Verbrechers und/oder Politikers jüngeren Datums - Caesar und Napoleon haben ihre Salonfähigkeit wieder erreicht - zu sein. Es gibt unzählige und jeden andere negativ belastete Vornamen: der unfähige Chef, die intrigante Kollegin, die Bürokleptomanin, die menschlichen Räucheraale etc.

Bei mir hat es diese Identifikationsbasis nie gegeben. Vielleicht, weil mir gleich der erste Produktname, der mir bewusst wurde, sauer aufgestoßen ist.

Als Grundschülerin entdeckte ich in einem Supermarkt Reis namens Sigrid. Danach fragte ich meine Mutter, warum ausgerechnet ein Reis-Name an mir hängengeblieben ist. Ihre damalige Erklärung muss gut gewesen sein. Als ich das senffarbene Stuhlkissen beim skandinavischen "Kiefern & Krempel" sah, war ich wirklich, wirklich erleichtert. Erleichtert, dass ich mich NICHT mit einem Stuhlkissen identifiziere, auf dem jeder sein "Brötchen" zum Senf platzieren kann.

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