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| A-1070 Wien (7. Wiener Gemeindebezirk) |
Das ersten Wort wird immer großgeschrieben: Am Graben, Neuer Markt. Alle anderen Wörter ebenso, wenn es sich nicht um einen Artikel handelt: An der Goldenen Stiege.
Kaiserstraße und Bahnzeile sind zusammengesetzte Straßennamen, daher werden sie auch zusammengeschrieben. Übrigens ist die Wiener Kaiserstraße (ab 1760 Kaiserweg, benannt nach Josef II. [1741-1790]) keine Rotlichtmeile wie in Frankfurt. Wer sich für die historischen Hintergründe der Wiener Straßennamen interessiert, dem sei das Historische Straßenlexikon empfohlen.
Straßennamen, die auf "- er" enden, werden getrennt geschrieben, wenn sie von Orten oder Ländern abgeleitet werden: Triester Straße (Fernhandelsverbindung von Wien Richtung Süden, Teil der Bundesstraße 17). Die berühmte Wiener Kärntner Straße ist doppelbödig. Es handelt sich einerseits um die Ortsbezeichnung "Kärnten" und andererseits um den ehemaligen "Karner" (Beinhaus) beim Stephansdom. Hier wurde ähnlich Klingendes miteinander verschmolzen und einem Bedeutungswandel unterzogen. Nur ganz nebenbei: Der berühmteste Karner Österreichs steht in Hallstatt.
In der Schweiz ist es mal wieder wesentlich einfacher, es wird zusammengeschrieben: Winterthurerstrasse statt Winterthurer Straße.
Nicht durch den geografischen Begriff irritieren lassen, Mexikoplatz (im 2. Wiener Gemeindebezirk, hat als einziges Land gegen den Anschluss Österreichs 1938 protestiert) ist nicht abgeleitet (dann wäre es der holprige Mexikoer Platz) und ist somit korrekt.
Nicht durch das "-er" irritieren lassen, Schopenhauerstraße ist korrekt, da der Familienname auf "-er" endet und es sich nicht um eine Ableitung handelt.
Mehrteilige Straßenbezeichnungen werden gekoppelt, wenn sie nach Personen benannt sind: Franz-Klein-Gasse, Josef-Meinrad-Platz, Margarete-Schütte-Lihotzky-Park.
Mein persönlicher Korrekturrekord liegt bei drei falschen Schreibweisen einer einzigen Straße auf der Kontaktseite eines Webauftritts.

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