27.10.2011

Easy-to-Read = Leichte Sprache (Layout)

Easy-to-Read (EU-Logo)
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Leichte Gestaltung ermöglicht Leichtes Lesen und Leichtes Verstehen.
Siehe dazu auch Easy-to-Read (allgemein).

Das Auge soll nicht durch Unwesentliches abgelenkt werden. Dekoration trägt nicht zum Verständnis bei. Je voller die Seite wirkt, desto weniger Leseluslust weckt sie.
Weniger ist mehr und langweilig besser.

Für eine Seite im Format Din A4 muss man seine Seh- und Lesegewohnheiten vernachlässigen. Und nicht vergessen: Kopierbar soll es sein!

Die Basis lautet: wenig, einfachübersichtlich und be-"greifbar"!

Finden ohne zu suchen
  1. Schreiben Sie schwarz auf weiß.
  2. Lassen Sie ausreichend Weißraum.
  3. Verwenden Sie immer gleichbleibende, klare Strukturen.
  4. Schaffen Sie optische Fixpunkte.
  5. Schreiben Sie nur eine Seite.
Material
Festes Papier (ab 80 g) und leichter Karton mit heller, matter Oberfläche eignet sich am besten.
Transparentes und dünnes Papier (unter 80 g) mit dunkler, glänzender und/oder gemusterte Oberfläche und/oder Wasserzeichen ist ungeeignet.

Bebilderung
Egal ob Foto oder Zeichnung wichtig ist, dass sie scharf, kontrastreich und informativ sind. Piktogramme sollten gut eingeführt und allgemein bekannt sein.

Schrift
Gut lesbar soll es sein. Die Schrift muss daher mind. 14pt groß, eine Sans Serife ("schnörkelfrei" wie z. B. Arial, Verdana, Helvetica) sein und normale Laufweite haben. Geschrieben wird in Normalschrift.
Schmale, zarte Serifen (Times, Georgia), die wenig kontrastreich sind und zu enge oder zu große Laufweiten (schmal/g e s p e r r t) haben sind ungeeignet. GROSSBUCHSTABEN oder Kapitälchen sind also keine großen Buchstaben. Sie erschweren das Lesen enorm - genauso wie Kursivschrift. Hoch- und Tiefstellen von Zahlen und Buchstaben vermeiden und z. B. die Quadratmeter ausschreiben

Ausrichtung
Immer linksbündig schreiben und Flattersatz verwenden. Ein Zeilenabstand von 1,5 Zeilen ist optimal.
Blocksatz macht das Lesen nicht einfacher. Blocksatz wird durch schmale und gesperrte Laufweiten der Buchstaben sowie größere und kleiner Abstände zwischen den Wörtern "erzwungen". Laufweiten, die das Auge eines Wenig- oder Schlechtlesers Wörter schwerer erfassen lassen.
Rechtsbündig erschwert es, den Zeilenanfang zu finden.
Zentrieren macht Lesen auch nicht einfacher.
Das Schreiben in Spalten kürzt Zeilen aber keine Sätze. Spalten machen es schwerer, Sinnzusammenhänge zu verfolgen.

Gliederung
Der Text muss gut gegliedert sein. Siehe dazu auch Easy-to-Read (allgemein).
  1. Bringen sie den Inhalt in eine logische Reihenfolge.
  2. Reihen Sie das Wichtigste zuerst.
  3. Eine Information pro Satz.
  4. Ein Satz pro Zeile.
  5. Ein Absatz pro Informationsblock.
  6. Eine Überschriftenebene.

Markieren
Optische Gliederung kann durch Kontrast erfolgen: fett, Schriftfarbe oder unterlegt. Aufzählungspunkte oder eingerahmte Textteile können hilfreich sein. Solange alles davon sparsam eingesetzt und für die wichtigste Information eingesetzt wird. Kopierbar soll es natürlich auch sein.

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