22.12.2011

Weihnachten

Winterhilfswerk 1938 © Sistlau 2011
 Winterhilfswerk - Kriegsweihnacht
Mit unserem Christbaumschmuck kann man rund 100 Jahre Weihnachten rekonstruieren. Glaskugeln, Kerzenhalter, säuberlich sortierte echte Lamettabündel, goldene Nüsse, Strohsterne, Glöckchen, Spitzensterne und neben vielen anderem Schnickschnack auch kleine Holzfiguren. Nicht die heute üblichen dreidimensionalen Engelchen, Schlitten oder Weihnachtsbäume, sondern kleine Laubsägearbeiten.
Auf dem Flohmarkt kam ich iher Bedeutung zufällig auf die Spur. Die Märchenfiguren waren quasi die "Spendenbelege" des Winterhilfswerks von 1938 - also aus dem ersten Winter nach dem Anschluss Österreichs. Kein Wunder, dass die Figuren nach dem Krieg keinen Weihnachtsbaum mehr zierten, immer tiefer in die Kiste und fast in die Vergessenheit rutschten.

Diese Weihnachten sollen die Fotos der Figuren an jene Finsternis erinnern, deren braune Hasswolken wieder beginnen über Europa aufzuquellen.

Allen Menschen eine friedvolle und tolerante Weihnacht!

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