30.10.2011

Denglisch

1070 Wien ©Rostroh 2011
MQ Wien
Hier wird das exklusive Werberecht an diesem Standort verteidigt. Dafür eine Mixtur aus Deutsch und Englisch zu verwenden, ist eher zum Fremdschämen.

27.10.2011

Easy-to-Read = Leichte Sprache (Layout)

Easy-to-Read (EU-Logo)
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Leichte Gestaltung ermöglicht Leichtes Lesen und Leichtes Verstehen.
Siehe dazu auch Easy-to-Read (allgemein).

Das Auge soll nicht durch Unwesentliches abgelenkt werden. Dekoration trägt nicht zum Verständnis bei. Je voller die Seite wirkt, desto weniger Leseluslust weckt sie.
Weniger ist mehr und langweilig besser.

Für eine Seite im Format Din A4 muss man seine Seh- und Lesegewohnheiten vernachlässigen. Und nicht vergessen: Kopierbar soll es sein!

Die Basis lautet: wenig, einfachübersichtlich und be-"greifbar"!

Finden ohne zu suchen
  1. Schreiben Sie schwarz auf weiß.
  2. Lassen Sie ausreichend Weißraum.
  3. Verwenden Sie immer gleichbleibende, klare Strukturen.
  4. Schaffen Sie optische Fixpunkte.
  5. Schreiben Sie nur eine Seite.
Material
Festes Papier (ab 80 g) und leichter Karton mit heller, matter Oberfläche eignet sich am besten.
Transparentes und dünnes Papier (unter 80 g) mit dunkler, glänzender und/oder gemusterte Oberfläche und/oder Wasserzeichen ist ungeeignet.

Bebilderung
Egal ob Foto oder Zeichnung wichtig ist, dass sie scharf, kontrastreich und informativ sind. Piktogramme sollten gut eingeführt und allgemein bekannt sein.

Schrift
Gut lesbar soll es sein. Die Schrift muss daher mind. 14pt groß, eine Sans Serife ("schnörkelfrei" wie z. B. Arial, Verdana, Helvetica) sein und normale Laufweite haben. Geschrieben wird in Normalschrift.
Schmale, zarte Serifen (Times, Georgia), die wenig kontrastreich sind und zu enge oder zu große Laufweiten (schmal/g e s p e r r t) haben sind ungeeignet. GROSSBUCHSTABEN oder Kapitälchen sind also keine großen Buchstaben. Sie erschweren das Lesen enorm - genauso wie Kursivschrift. Hoch- und Tiefstellen von Zahlen und Buchstaben vermeiden und z. B. die Quadratmeter ausschreiben

Ausrichtung
Immer linksbündig schreiben und Flattersatz verwenden. Ein Zeilenabstand von 1,5 Zeilen ist optimal.
Blocksatz macht das Lesen nicht einfacher. Blocksatz wird durch schmale und gesperrte Laufweiten der Buchstaben sowie größere und kleiner Abstände zwischen den Wörtern "erzwungen". Laufweiten, die das Auge eines Wenig- oder Schlechtlesers Wörter schwerer erfassen lassen.
Rechtsbündig erschwert es, den Zeilenanfang zu finden.
Zentrieren macht Lesen auch nicht einfacher.
Das Schreiben in Spalten kürzt Zeilen aber keine Sätze. Spalten machen es schwerer, Sinnzusammenhänge zu verfolgen.

Gliederung
Der Text muss gut gegliedert sein. Siehe dazu auch Easy-to-Read (allgemein).
  1. Bringen sie den Inhalt in eine logische Reihenfolge.
  2. Reihen Sie das Wichtigste zuerst.
  3. Eine Information pro Satz.
  4. Ein Satz pro Zeile.
  5. Ein Absatz pro Informationsblock.
  6. Eine Überschriftenebene.

Markieren
Optische Gliederung kann durch Kontrast erfolgen: fett, Schriftfarbe oder unterlegt. Aufzählungspunkte oder eingerahmte Textteile können hilfreich sein. Solange alles davon sparsam eingesetzt und für die wichtigste Information eingesetzt wird. Kopierbar soll es natürlich auch sein.

26.10.2011

Frankfurter | Wiener

1070 Wien © Sistlau 2011 
Frankfurter Wiener Würstchen | Wiener Frankfurter Würstchen
A-1070 Wien, Kaiserstraße 99

Die ultimative Wahrheit über Frankfurter Würstchen, die eigentlich Wiener Würstchen sind, die wiederum von einem Frankfurter in Wien erfunden wurden.

So oder so, ist sowieso alles Brühwurst.

22.10.2011

Stolperstein: Straßenname 2


Behördenfehler können amtlich werden
Kürzlich wurde genau in Stolperstein: Straßenname erklärt, wie Straßennamen korrekt geschrieben werden.

Nachdem es nicht einmal die Stadtverwaltung auf die Reihe bekommt, warum sollte man das eigentlich von anderen erwarten? Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die verantwortlichen Stellen wenigsten an der richtigen Straßenkreuzung Gleisbauarbeiten durchführen. Amtlich ist die Umbenennung der Kaiserstraße in Kaiser Straße dadurch aber nicht geworden.

Wer es wissen muss: Vom 24. Oktober bis 4. November 2011 wird diese Kreuzung im 7. Wiener Gemeindebezirk aufgerissen.

21.10.2011

Netzwerk: texttreff.de

Wortstarke Fachfrauen tauschen sich via texttreff.de aus. Das Netzwerk besteht seit 2001 und ist professionell schreibenden Frauen vorbehalten. Autorinnen, Lektorinnen, PR-Spezialistinnen, Werbetexterinnen, Journalistinnen, Übersetzerinnen finden hier Möglichkeiten, brandaktuelle Themen zur Diskussion zu stellen. Im geschlossenen Mitgliederbereich der Textinen werden Fragen diskutiert und beantwortet. Reale Treffen sorgen dafür, dass aus virtuellen Kontakten berufliche Kooperationen entstehen und private Freundschaften geschlossen werden.

Das exzellente Ergebnis einer Kooperation ist das Handbuch für Freie in Medienberufen Treffpunkt Text. Ein Fachbuch, das sich auch an männliche Schreibprofis richtet. (Rezension)

Textfrauen klicken hier, um sich im texttreff.de anzumelden.

20.10.2011

Wolfswechsel




Besser geht's nicht: Leitsystem zur Sonderausstellung "Wölfe" (7. Mai - 25. September '11) hinter dem Haupthaus des Senckenberg Museums.

17.10.2011

Netzwerk: BücherFrauen

BücherFrauen ©Sistlau 2010
BücherFrauen e.V. (WiP) 
Die BücherFrauen haben sich in Deutschland bereits 1990 zusammengeschlossen. Vorbild war die englische Vereinigung  Women in Publishing (WiP) und tatsächlich finden sich weltweit mehr und mehr BuchFrauen, die sich zusammenschließen. Die Ansprechpartnerinnen der nationalen Organisationen sind auf der Website der deutschen BücherFrauen gelistet.

Alle Frauen, die in der Buchbranche tätig sind, finden ind den BücherFrauen eine einzigartiges Netzwerk, das sich um Anliegen und Interessen von BuchFrauen kümmert. Von Akademie über Mentoring und Projekte bis Web reicht das Angebot.

Übrigens die BuchFrau des Jahres 2011 ist Britta Jürgs, die Verlegerin des AvivA Verlags.

16.10.2011

Knappdanebendomain


"k" schmerzlich vermisst
Franckfurt und  Frangfurt waren wohl auch schon vergeben? Da wäre das hessisch klingende "Frankford" noch besser gewesen.

13.10.2011

Wortweide

weidende Wörter
WortfanatikerInnen, Sprachaffine und alle, die aus der Mode gekommene Wörter suchen oder unter natürlichen Wörterschutz stellen wollen, sei die Wortweide empfohlen. Hier dürfen eigene Wörter auf grüne Auen gestellt und fremde Wörter als Pate genommen werden.

Ein Spiel wider Wörterverlust und Sprachverarmung zu dem Wibke Ladwig am Hot Spot "Digital Relations" der Frankfurter Buchmesse 2011 jene einlud, die es tatsächlich noch nicht kannten.

08.10.2011

Imbiss-Tube?

Ein Fehler pro Wort? Heftig!
Deppenapostroph bleibt Deppenapostroph  - sogar für die Isabellas dieser Welt.

Nicht einmal das fehlende "s" der "Imbisstube" kann man dem Wechsel zur neuen Rechtschreibung in die Dude(n)-Schuhe schieben.

Imbiss-Tube oder doch Imbissstube ist die ultimative Frage ...

Hoffentlich sind die dort servierten Ohnmachtshappen besser als die Tube vermuten lässt. 

07.10.2011

Oktoberfest für Dreckfuhler

Auf einer (!) Seite des Oktoberfestes der Publikationsbranche gefunden.

Beim Korrektorat zu sparen, ist eine schlechte Idee.

06.10.2011

Von Spatzen und Champions

Knapp daneben - auch daneben
Schade, es gibt nur Spetzle!
Ich hätte so einen Hunger auf Tartaren-Champions mit Gemüseghul gehabt ...

05.10.2011

Musenküsse aus dem Schuhkarton

Musenküsse ©Sistlau 2011
Musenküsse vom Flohmarkt
des Wiener Tierschutzhauses
Schreibblockaden lassen sich auf vielfältige Weise aufheben. Manche schwören auf eine entspannende Tasse Tee, andere setzen passend zum Thema auf multisensorische Reize (Düfte, Farben etc.).

Ich bevorzuge Flohmärkte. Sie sind wie Basare für in obskuren Objekten versteckte Geschichten. Sie bieten Einblicke in das Leben unbekannter Menschen, sie spiegeln das Leben und den Tod, die Vergangenheit und manches Objekt erhält durch meinen Kauf eine neue Zukunft.

Ein Schuhkarton mit alten Fotos, Anzeigen und Einladungen kann eine ganze Reihe Musenküsse enthalten. Puzzelteile einer Familiengeschichte, die auf Ersatz für die fehlenden Bilder, die nicht überlieferten Worte warten.

Und jetzt warten 13 außergewöhnliche Flohmarktfrauen darauf, dass sie ihre Biografien erhalten. Optisch sind sie bereits von CRans in perfekten Collagen wiedergeboren worden. Ihre Leben lesenswert zu machen, ist mein Ziel.

Schreiben, löschen, ergänzen, abliegen lassen - ich glaube, ich brauche einen Flohmarkt ...

03.10.2011

Geniale Werbung ...

Eigenes Cover gefällig? 
Ein exzellentes Beispiel für Werbung, die zum Selbstläufer wird.
Ganz abgesehen davon, dass man sie auch für Eigenwerbung  einsetzen kann.

Dieses Buch "for Dummies" gibt es (noch) nicht - Sistlau schon. ;)

02.10.2011

Easy-to-Read = Leichte Sprache (allgemein)

Easy-to-Read (EU-Logo)
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Leichte Sprache ermöglicht Leichtes Lesen und Leichtes Verstehen.

Leichte Sprache brauchen VIELE.
Leichte Sprache verstehen ALLE.

Leichte Sprache benötigen u. a. Leseanfänger, Personen mit eingeschränktem Wortschatz, fehlender Schulbildung, Lernschwierigkeiten oder Beeinträchtigungen, die es verhindern, konzentriert lesen zu können.

Leichte Sprache muss man anpassen.
Leichte Sprache ist nicht einfacher.
Leichte Sprache macht Inhalte verständlicher.
Leichte Sprache macht Texte länger.

Vor dem Abfassen oder Übersetzen eines Textes in Easy-to-Read muss man daher die Bedürfnisse der Zielgruppe genau kennen und berücksichtigen. TestleserInnen können hilfreich sein.
Die Vermittlung des Inhalts ist am wichtigsten. Häufige Wortwiederholungen, Dativ statt Genetiv (schmerzt nur die TexterInnen) sind in Easy-to-Read-Texten daher ebenso möglich, wie unvermeidbare "Wort-Ungetüme" durch Bindestriche lesbarer zu machen.

Bringen Sie Ihre Information direkt auf den Punkt:

 1. Alltagssprache
 2. keine Fremdwörter
 3. keine Abkürzungen
 4. kurze Wörter (oder mit Bindestrichen koppeln)
 5. kurze Sätze (Nebensätze vermeiden)
 6. eine Information pro Satz
 7. konkrete (keine abstrakte) Information
 8. direkte und respektvolle Ansprache (nur Elche duzen Erwachsene!)
 9. postiv und aktiv (kein negativ und passiv)
10. Indikativ verwenden (kein Konjunktiv)
11. Zahlen vermeiden (viele, wenige) oder Ziffern (1, 2, 3 ...) verwenden

Siehe dazu auch Easy-to-Read = Leichte Sprache (Layout)