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| 20. Februar 1855, 1. Semster 5. Klasse K. k. Gymnasium (Graz) |
Religion an erster Stelle, gefolgt von Latein, Griechisch, Geschichte/Geografie, Mathematik, Naturwissenschaften und zuletzt Deutsche Sprache sind hier gelistet. Falls die Reihenfolge auch eine Wertigkeit bedeutet, hat sich - bezogen auf die Pisa-Ergebnisse - wenig in Bezug auf "Deutsche Sprache" geändert. Andererseits durfte man damals - weitgehend - schreiben, wie man wollte: Mathematik vorzüglich sowol im Verständniß als auch in der Anwendung
Gymnasien boten früher eine viel bessere Ausbildung?!
Englisch und Französisch blieben fremde Sprachen - zumindest im schulischen Rahmen. Kulturfächer wie Musik und Kunst waren ebenso wie das Körperfach Sport oder die Handwerksausbildung Handarbeiten/Werken - von den unzähligen Freifächern, Berufspraktika und Fachbereichsarbeiten ganz zu schweigen - im Lehrplan nicht vorhanden. Dass 1855 Sozialkunde/Politische Bildung, Psychologie/Philosophie und EDV noch keine Themen waren, ist nachvollziehbar.
Schule heute: politisches (Wahl-)Vehikel mit Lehrerbashing.
Was gibt es wirklich für Probleme beim Erwerb von Grundkompetenzen (Grundschule), bei Vertiefung der Grund- und Erweiterung auf Kernkompetenzen (Pflichtschule), beim Kompetenzenausbau auf Allgemeinbildungs- und Wissenschaftsbasis (Gymnasium)? Am vorhandenen Angebot kann es wohl nicht (alleine) liegen.







