27.12.2012

Dicke Lippe riskieren?!

Mumienwerbung?


Neulich im "Gesichtsbuch" ...


Wenn das Werbung sein soll, riskiert der Verantworliche eine umfassend dicke Lippe.


18.12.2012

Neulich in Amazonien

Goldmedaille für dieses Fail-Angebot



Da sucht man hoffnungsfroh unter der Kategorie "BH", als die Unterkategorie "Herren" ins Auge springt. Ich hatte "leider" eine andere - selbstverständlich ultraböse - Erwartungshaltung beim Anklicken dieser Option.

11.12.2012

Vom Müssen, Sollen, Dürfen, Wollen, Können und Möchten



Fremdbestimmung


Müssen muss ich anderswo.
Wenn ich sollen soll, kann ich nicht können.
Sobald ich dürfen darf, will ich nicht mehr wollen.
Möchte ich möchten, soll ich nicht müssen, weil ich nicht können darf. 

© Sistlau 


05.12.2012

Fliegende Straßenräuber

Zoospatz müsste man sein ...


... täglich reich gedeckte Tische!


Protest und Petition: Gegen Kulturverlust

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Wasserturm_Wels1.jpg&filetimestamp=20080216091614
Wels, Oö

Wer an der Kultur spart, hat keine. 


Das Minoritenmuseum in Wels soll für Individualtouristen geschlossen werden und das Burgmuseum an weniger Tagen zugänglich sein.

Es geht also weiter mit dem Kulturverlust in Österreich. Dazu kommt eine massive Benachteiligung von Einzelpersonen. Man wird wohl dem Gruppenzwang in Zukunft folgen müssen, um Zugang zum Museum zu erhalten. Alleine das Museum zu besuchen - falls das Museum überhaupt weiterexistiert -, scheint ein Privileg erlauchter Kreise zu werden. Der unterpriviligierte Einzelmensch muss in Zukunft Kaffeefahrten buchen oder Schulklassen auf Ausflüge begleiten.


Menschen mit Kultur verhindern Kulturverlust


Nachstehend der Aufruf zur Unterstützung und ein Mausklick entfernt steht der Petitionstext als Download zur Verfügung.

Liebe Kulturinteressierte!
Vor kurzem wurde bekannt, dass die Stadt Wels beim kommenden Budget 2013 vor allem im ohnehin schon sehr dürftig dotierten Kulturbereich sparen will (keine Lobby). So soll unter anderem das Minoritenmuseum (Römermuseum) für Individualtouristen geschlossen werden, das heißt nur mehr für Gruppen (ab ca 8 Personen) und für Führungen geöffnet werden, das Burgmuseum soll weitere Schließtage erhalten, gegenwärtig ist es am Montag geschlossen.


Es hat sich spontan eine Gruppe besorgter Bürger gebildet, die diesen Anschlag auf das städtische Kulturleben nicht hinnehmen will. Teil der Aktivitäten wird ein offener Brief an den Herrn Bürgermeister und die Gemeinderäte sein, in dem gegen diese Maßnahmen protestiert wird. Dieser Brief benötigt möglichst viele Unterschriften. Bitte unterstützen Sie dieses Anliegen durch Ihre Unterschrift. Dazu genügt es, wenn Sie  „einverstanden“ oder ähnlich antwortet an folgende Adresse mailt: angelika@doppelbauer.at. Wir fügen Sie dann bei den Unterschriften an.

Wenn Sie darüber hinaus noch helfen wollen, leiten Sie diesen Brief bitte an Personen weiter, von denen Sie glauben, dass sie unseren Protest auch unterstützen. Dann wäre dies noch eine wunderbare Zugabe. Bitte positive Antworten an uns mailen (angelika@doppelbauer.at).

Vielen, vielen Dank.
Angelika und Wolfgang Doppelbauer


Kommentar zu Sascha Lobo "Netzhass ist gratis"

Pferdearsch © http://sistlau.at/blog

Die S.P.O.N. Kolumne vom 04.12.2012


Unter dem Titel Netzhass ist gratis spricht Sascha Lobo pointiert die ebenso anonymen wie feigen verbalen An- und Übergriffe der NetzUNkultur an. Kommentare, die verletzend und verhetzend sind, verängstigend und aufwühlend. Jene unsachlichen und grob beleidigenden Postings, die leider auch andere Kommentatoren anstecken. Zeile um Zeile ziehen sie sich gegenseitig in einem Strudel aus wüsten persönlichen Beschimpfungen in die tiefste Gosse. Vollkommen zum virtuellen Blutrausch aufgestachelt, werden alle Beteiligten zu Frettchen der verbalen Gemeinheiten, Beleidigungen, Obszönitäten und Gewaltandrohungen. Hauptsache persönlich und untergriffig lautet deren Devise. Immer häufiger - schon längst viel zu häufig - ist ein widerlicher Shitstorm die Folge. Netzhass ist nicht nur gratis, er ist vor allem ebenso billig wie jene, die ihn verbreiten.


Es kann jedem passieren


Dieses Jahr traf es mich auf Facebook. Ich wurde auf meinem eigenen Fleckchen chronisch-virtueller Realität unterirdisch angepöbelt.
Der Betreffende verstand trotz Erklärung nicht, worum es ging und ich merkte nicht, dass er nur völlig ungebildet war: Ein erfolgeicher Geschäftsmensch ohne jegliche Allgemeinbildung. Es war eine Belanglosigkeit ein Missverständnis, das eben nicht aufklärbar war. Dazu hätte es eben mehr als nur Text gebraucht, denn Kommunikation ist multisenorisch, was das Netz eben nicht bieten kann.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt, der bei mir spätestens bei Beleidigungen einsetzt, beende ich das  offensichtlich Nonfunktionale. Wenn Höflichkeit nicht hilft, und beim Gegenüber der kulturelle Lack zusammen mit dem gesellschaftlichen Schliff abblättert, dann wird eben blockiert. Ich würde schließlich auch keinen Randalierer als willkommenen Gast einladen in meiner Wohnung die Stimmung zu verderben.


Löschen und Blockieren sind nur der halbe Erfolg


Hassredner sind wie aggressive Besoffene, die auf der Straße grölen, bis sie jemanden zum Opfer machen können. Wird ihnen die Plattform durch Blockieren entzogen, laufen sie zur Höchtsform des Unterirdischen auf. Das an der einen Pinnwand ausgebliebene Erfolgserlebnis wird sofort in bester Mobbing-Strategie in einer anderen, vertrauteren Gruppe gesucht. Richtig im Niveaulimbo angekommen, wird die Gosse überall dort fleißig breitgetreten, wo sich eine Plattform bietet.

Dass solche Leute letztlich selber ganz winzige Lichtchen sind, Opfer ihres eigenen Versagens, ihrer Ohnmacht und Dummheit, mag zum Begreifen beitragen, aber unverletztlich macht dieses Wissen die Angegriffenen trotzdem nicht.

Was kratzt es den Baum, wenn sich ein Schwein daran scheuert?


fette Sau © http://sistlau.at/blogHassredner diskreditieren vor allem sich selbst. Es gibt nichts besseres, als Schmutzproduzenten - wie alle (ihre) Fäkalien - unbeachtet in den Kanal zu spülen.

Ignoranten, Motzer, Pöbler und Verbalattentäter bestraft man am besten durch Ignorieren, weil Aufmerksamkeitsdefizite von solchen Personen am schlechtesten vertragen werden. Ein Sieg, der sich nicht als Sieg anfühlt, ist wenig aufbauend. Es erfordert eine Menge intellektueller Kraft, um den Sieg als solchen tatsächlich zu empfinden, sowie ein enormes Selbstbewusstsein, um sich nicht die eigenen virtuellen Imagewunden vor dem dunklen Bildschirm zu lecken. Denn es fehlt dem Opfer, rein verhaltensbiologisch betrachtet, der reale Gegenschlag, der den Gegner sichtbar in die Flucht schlägt (!) und allen (vorallem dem eigenen Ego) zeigt, wer zuletzt den besseren Schwinger hatte. Wer das Gefühl des letzten Wortschwingers im Netz braucht, um sich groß, mächtig und erfolgreich zu fühlen, erliegt seinem eigenen Atavismus. Damit wäre man selbst am besten Weg mit der Rolltreppe zu diesen in den Limbo fahren.


29.11.2012

Tag des Eszetts (ß)

Hoch lebe das Eszett (ß)

 

Hiermit erkläre ich den 29. November zum Tag an dem das Eszett (ß) gefeiert werden soll. Jenem verschmolzenen Doppelbuchstaben aus "s" und "z", der in Österreich "scharfes S" genannt wird und in der Schweiz bzw. Liechtenstein kein Thema ist.

Die schönste Ligatur 

 

Anstoß erregt die Ligatur vor allem bei jenen, die ein fremdsprachliches Keyboards haben. In schierer Verzweiflung tippen diese stattdessen ein großes "B" oder ein kleines griechisches "β" ein. Verzweifelte Fremdsprachler und Verwirrte, denen sogar die eigene Sprache fremd geblieben ist, neigen außerdem dazu, jedes ß-taugliche Wort mit Doppel-s schreiben und so das "z" um sein angestammtes Recht im Wort zu bringen. Zur Not und im Code wird auch die Umschreibung "ß" getippt.

Mit "ß" liest man besser

 


 -Kärtchen kann man zuletzt auch noch verteilen und niemand wird "Fleisch" lesen!  Zur Feier des Tages und für den Fleiß aller ß-KorrektorInnen böten sich Eszet-Schnitten an. Diese wunderbare Ligatur aus Schokolade und Brot ist leider in Österreich gar kein Thema.

28.11.2012

Die Krux mit der Krippe

Religiöse Volkskunst


Krippen sind Kuriositätenkabinette. Es passten bereits die Evangelisten ihre Botschaft dem unbedarften Zielpublikum an. Denn es geht bei Religiösem nicht um die wahre Wirklichkeit der Botschaft, sondern um die wirkliche Wahrheit.
© RoStroh http://sistlau.at/blog
Krippe, Minoritenkirche (Wien)

Daher zeigen Krippen in erster Linie die alpine bäuerliche Gesellschaft. Die hinlänglich bekannte Handlung der Weihnachtsgeschichte wird in deren vertrauten Ambiente - je nach Bildungsstand mehr oder weniger korrekt ausgestattet - dargestellt. Die Hauptakteure sind aufgrund ihrer stets gleichen Handlungen, Haltungen, Vergesellschaftungen und ihren kirchlich festgelegten Attributen (u. a. Wallegewänder in bestimmten Farbkombinationen) sofort erkennbar.

Grüße aus Absurdistan 


Es lohnt sich genau hinzusehen, denn es sind unglaublich viele "Fehlbesetzungen" - abgesehen von Alpenszenarion - zu entdecken.
Zu den besten gehören nicht Menschen sondern Tiere.

© RoStroh http://sistlau.at/blog


Wie es der Truthahn 1492 Jahre vor Kolumbus von Amerika bis nach Betlehem geschafft hat, soll hier nicht hinterfragt werden. Allerdings ist die Frage nach Schweinen in einem jüdischen Haushalt wohl durchaus berechtigt.

©  http://sistlau.at/blog

Hiermit bekenne ich mich des Krippen-Spotting schuldig. Dennoch: Ein Krippen-Spotter ist aber nicht unbedingt ein Krippen-Spötter.


Petition pro Forschung

Pro Forschung und Wissenschaft


Bei den EU Budgetverhandlungen drohen Gelder für Forschung- und Wissenschaft - statt der BeREICHErungsförderungen für Lobbyistenprojekte - massiv gekürzt zu werden. Siehe dazu die Analyse.

Unterzeichnen der Petition ... 

 

... gegen Kürzungen und für tatsächliche Investitionen in die Zukunft ist hier möglich:

Badestrand des Grauens

Willkommen im Schlurz


15.11.2012

Rassentrennung

"Apartheid" im Tiergarten Schönbrunn


Signaletik (Orientierungsdesign) ist eben keine Signalethik (Zeichenmoral).


© http://sistlau.at/blog


© http://sistlau.at/blog © http://sistlau.at/blog
 
 
Zu den Pinguinen und "Gehweg für Menschen"
oder doch
Zu den Menschen und "Gehweg für Pinguine"?

07.11.2012

Wasser in Bewegung

Im Fass gefasst


 

Es rauscht, es gluckert, es fasziniert: Wasser im Krka Nationalpark (Kroatien). Diese energiesparende Waschmaschine frisst garantiert alle Socken und spült sie tatsächlich den "Bach runter".

06.11.2012

Suppenbuchstaben

Schmeckt nicht, gibt's nicht!



Immer, wenn es mir schmeckt, spiele ich mit meinem Essen. Aber selbst beim Essen und Spielen bleibe ich Wortfischerin ...

30.10.2012

10.10.2012

Auf kleiner Flamme

Küchenweisheit


Im eigenen Saft gegart und auf kleiner Flamme geschmort?

 
 
Gerne!
Solange man es nicht selbst IST, sondern nachher selbst ISST.
 

05.10.2012

Wiener Schnitzel

Österreichers "liabste Speis"



 
Was den Deutschen "dröges" Fleisch mit "drögem" Reis ( ggf. mit grünen Frostkugeln) und Salatlappen in süßsaurem Wasser ist dem Österreicher heiliger Kälber-/Schweine-/Hühner-/Puten-Nabel der Welt ...
 


01.10.2012

Frosch und Fliege

Der Frosch - ein gefährliches Raubtier



 
 
Neulich nebenan im friedlichen Froschteich: Das Hauptgericht wurde auf grünem Blatt serviert - es entkam.
 

13.09.2012

Vom Händeln zum Hühnern

Antrag auf Ei(n)deutschung

Ich beantrage hiermit das denglische gebrauchte h/Handle (sprich: hendle, schreib: händeln) mit h/Hühnern einzudeutschen. Gleichzeitig soll das hochdeutsche Huhn der verkleinerten süddeutschen Form Händi (Hendi, Hendl) vorgezogen werden.

Huhn © Strohschneider-Laue
Huhn/Hendl/Händi

Dann kann jeder Eierleiapfel-Abstinenzler endlich sagen: Mein Huhn lässt sich gut hühnern. Das erregt die doppelte Aufmerksamkeit als das bisher übliche: Mein Händi lässt sich gut händeln.

Allerdings bleibt mein Ei ringt der Ei-Besitzer weiterhin unübertroffen, obwohl es sprachlich verkürzt mein Huhn ei(er)t heißen könnte. Schließlich hat man sich das eiernde Huhn ja selbst mit dem Kauf gelegt, und außerdem könnte das Ei das Legen nicht hühnern.


Vomit Lift

Übelkeitsverursacherprinzip




Was der NASA der "Vomit Comet" (Kotzbomber), das ist anderen der Lift sowie mehr und mehr Menschen die Politik. Ihnen dreht sich aus tagespolitischen Gründen der Magen - der kein Wetterfähnchen ist - oft genug völlig ohne Vomit-Comet-Lift um.

Davon habe ich den einen Kanal randvoll, mein anderer Kanal füllt sich erst.

10.09.2012

Die Füchse

Wildnis in Wien




Fuchswelpen spielen vor ihrem Bau. Nur wenige Meter neben einem Hauptweg im Schlosspark Schönbrunn. Beobachtet und aufgenommen im Frühjahr 2012.

31.08.2012

Zahniges

Leute, kauft Euch Kämme, es kommen haarige Zeiten. Haarig wird es - sprachlich und mit den Zähnen.

Heute in einem Schreiben einer Krankenversicherungsanstalt entdeckt:

... der Zahn viel auf ...

Bin ich froh, dass es nicht mein Zahn war.

27.08.2012

Sonntag - sonntags

Deutsch ist kompliziert genug, man muss es nicht verkomplizieren. (Zadar)

Parken von Montag bis Sonntag und an Feiertagen gebührenpflichtig.
Kostenpflichtige Parkzone (Mo - So, Fei).
Parken täglich gebührenpflichtig.
Parkscheinzone.

Gratisparken war gestern.

Schlau machen oder Profi beauftragen ...

15.08.2012

Pardonggg

Das Billigbuch aus Amazonien lässt auf sich warten - vermutlich sucht es nach seinem "g".

02.08.2012

Messie-Award

Zur freien, bedarfsorientierten Verteilung

Messie-Award zur bedarfsorientierten freien Verleihung © Sistlau 2012 http://sistlau.at/blog
Achtung Fossilien in tiefen Schichten!

Hier zu den echten Fossilien

30.07.2012

Schlafzimmerbild mit Werbung

Kunst, Kitsch und die Altersfrage


Wieder habe ich auf dem Flohmarkt ein Schlafzimmerbild gekauft. Eines der Elfenbilder von Hans Zatzka - man beachte die beiden zart beflügelten Figuren links und rechts im Hintergrund.
Schlafzimmerbild (Hans Zatzka, Öldruck) © Sistlau 2012
Schlafzimmerbild (Hans Zatzka)

Das Originalbild ist natürlich datierbar. Das Alter eines Öldrucks, der in Massen an die kleinbürgerlichen Haushalte verkauft wurde, zu bestimmen, ist bedeutend schwerer. Mit einem wunderschönen Jugendstilrahmen, wie bei diesem Exemplar, lässt sich jedenfalls das genaue Jahr nicht näher eingrenzen.
Es ist nicht das erste Bild, das ich besitze, aber erst das zweite Bild, das ich genauer datieren kann.

Detektivarbeit und Details


Es sind oft andere, winzige Details, die ein Objekt bzw. das Verkaufsdatum/Rahmung genauer festlegen lassen. Von der Rückseite dieses Schlafzimmerbildes war das Bild und Tapete schützende Packpapier abgerissen. Darunter war die Rückseite des Bildes mit einem Werbeetikett (ca. 5 cm) beklebt.
Eduard Nerber Rahmenatelier (Wien) © Sistlau 2012
Wiener Glaserei und Rahmenatelier

 

Wienbibliothek und Lehmann online

Lehmanns' Allgemeiner Wohnungsanzeiger (1859-1942), der über die Seiten der Wienbibliothek online abrufbar ist, erweist sich in solchen Fällen als äußerst hilfreich.
Im Branchenverzeichnis des jährlich in mehreren Bänden aufgegliederten Verzeichnisses ist die Glaserei (!) unter den Rahmenfabriken zu finden. Den entscheidenden Hinweis lieferte aber nicht der Name, sondern die Telefonnummer.
Ein Telefon war bei Nerbers bereits um die Jahrhundertwende vorhanden. Bis 1921/22 musste man jedoch das Fräulein vom Amt anrufen, um zur Firma durchgestellt zu werden. Nicht so bei der Telefonnummer, die auf dem Etikett steht. Sie war direkt anwählbar. Das Schlafzimmerbild wurde also 1923/24 gerahmt. Nach 1924 ist die Glaserei und Rahmenfirma, die bereits im 19. Jh. existiert hatte, aus dem Branchenverzeichnis des Lehmann verschwunden.

© S. Strohschneider-Laue

15.07.2012

Wasserköche

© Sistlau 2012

Bilde ich mir das nur ein oder fehlt der Allgemeinbildung zur kompletten Einbildung ein "l"?

06.07.2012

Höhen- oder Platzangst?!

© Sistlau 2012
Höhenmaß ...

Ab welcher Körpergröße bekommt man eigentlich Höhenangst und ab welchen Körperdimensionen kommt "Platz"angst dazu?

Wenn das persönliche Gewicht die Höhe eines Hauses erfordert, um den Pfeil in den Normalbereich zu bewegen, lautet die Frage nicht mehr "Hast du Normalgewicht?" sondern "Hast du Möhrchen?" ...

05.06.2012

Urheberrecht und Kapital

Kapital.
Kapital.
Kapital - im Sinne von Karl Marx - gegen das Urheberrecht ins Feld zu führen, ist absurd. Klassengesellschaftliche Strukturen führen hierbei nicht zum Endprodukt. Im Gegenteil ProduzentInnen (i. e. UrheberInnen) erhalten erst durch das Urheberrecht die Möglichkeit „Reichtum“ zu akkumulieren.


© Sistlau 2007
UrheberIn!
UrheberIn!
Im Sinne der kapitalistischen Produktionsweise vermehrt sich beim kreativen Prozess nicht das Privateigentum an den Produktionsmitteln über Lohnarbeit. Da UrheberInnen zugleich BesitzerInnen der Produktionsmittel (Fähigkeiten etc.), ProduzentInnen und LohnarbeiterInnen in einer Person sind, ist Akkumulation von Kapital eine direkte Folge.


© Sistlau 2007
Produktverfügbarkeit?
Produktverfügbarkeit?
UrheberInnen entscheiden vom Anfang bis zum Ende über das Produkt, ebenso über Verkaufen oder Verschenken. Wenn diese Entscheidungsfreiheit wegfallen würde, würden Freiheit und Lebensgrundlage gemeinsam entzogen, da ProduzentInnen von ihren ureigensten Produkten enteignet werden würden.

12.05.2012

Genussfestival: Bockschuss

Finde den Fehler
Hirschwurst © http://sistlau.at/blog 2012
Entdeckt am Genussfestival (Wien)
Es röhrt so stark am Gaumen, dass es auf ein "r" weniger nicht ankommt.

10.05.2012

Von Märkten und Flöhen

Finde den Fehler



Ist doch alles ganz logisch, oder?

Ein Floh, viele Flöhe.
Ein Markt, viele Märkte.
Zweimal ein Plural, zwei Pluräle.

Womit "Flöhmärkte" gemäß dieser Sprachlogik falsch geschrieben wurde, da es "Flöhemärkte"  heißen müsste.

Damit kann's nur besser werden.

Foto & Motto - Klatschmohn

Klatschmohn © http://Sistlau.at/blog 2012
Klatschmohn im Burgenland
Entdeckt, fotografiert, betextet.

08.03.2012

05.03.2012

Texte in Ausstellungen

Gute Ausstellungen zeichnen sich durch harmonisches Zusammenspiel von Ort, Objekten, Texten, Medien, Gestaltung und Vermittlung aus.  
Bereichstext © Sistlau 2010
  lang, länger, am längsten, langweilig

Ausstellungen sind keine begehbaren Bücher. Lesbare Texte sind ein wichtiger Bestandteil des Gesamzkonzepts. Fachartikel gehören daher nicht an die Wand, sondern in den Katalog. Zielgruppe für Ausstellungen ist Familie Normalverbraucher und nicht das Fachpublikum. Lesen und Gelesenes zu verstehen, ist für nahezu die Mehrheit eine Herausforderung. Dazu kommt, dass Lesen im öffentlichen Raum stressiger und ermüdender ist als am heimischen Sofa.
Gute Texte werden gelesen, informieren und erfreuen das Publikum.

Ausstellungen soll(t)en thematisch ebenso scharf umrissen wie textlich prägnant sein. Deshalb werden dem Publikum zumindest Raum-, Bereichs- und Objekttexte angeboten. In exzellenten Ausstellungen sind zudem Kinder- und Easy-to-read-Texte selbstverständlich. Da die Hauptbesuchermasse meist aus Schulklassen besteht, ein sinnhaftes Angebot. Allen Texten ist gemeinsam, dass sie unkompliziert und fesselnd sein müssen, um das Publikum zum Lesen zu animieren.

Juniortext © Sistlau 2010
 Juniortext mit Aufgabe   
Raumtext informiert über die darin gezeigte thematisch abgegrenzte Ausstellungseinheit.
Bereichstexte strukturieren Raum und Inhalt nochmals.
Objekttexte sind die kleinste Einheit und gehören zu den Ausstellungsexponaten.
Juniortexte greifen nur wichtige, gut erzählbare Schwerpunkte kurz auf und regen zur genauen Betrachtung eines passenden Exponats an. Easy-to-read-Texte verschaffen einen einfachen Minimalüberblick und können auch als textliche Klammer für ganze Bereiche dienen.

Gute Texte sind kurz, informativ und frei von Fremdwörtern. Unvermeidbare Fachbegriffe sollen sich aus dem Zusammenhang erschließen oder müssen erklärt werden.

Aktiv und Indikativ sind besser verständlich als Passiv und Konjunktiv. Dieser Satz enthält vier Fremdwörter und zwei wichtige Informationen, aber erst die Beispiele machen ihn leichter verständlich:
Der König wurde von sieben Kurfürsten gewählt. | Sieben Kurfürsten wählten den König.
Wäre der Habsburger nicht zum König gewählt worden, wäre die Ostgrenze des Reichs gefährdet gewesen. | Die Wahl des Habsburgers zum König sicherte die Ostgrenze des Reichs.

In der Kürze liegt die Würze. 12 bis 20 Wörter, Haupt- und Nebensatz sowie ein bis zwei Informationen pro Satz reichen. Schachtelsätze, die sich über etliche Zeilen erstrecken und weit mehr als 15 Wörter enthalten, werden nur von der Minderheit oder meist gar nicht gelesen, sie müssen daher in mehrere kurze Sätze aufgelöst werden, um das Publikum zu erreichen. Mehr als 3 Zeilen, 38 Wörter und 249 Zeichen wie im vorigen Satz müssen nicht sein.

Abkürzungen und Römische Ziffern können nur wenige BesucherInnen auflösen. Im Jahre des Herrn 1849 ist daher verständlicher als "Anno Domini MDCCCXLIX". Datierungen, die mit „zu Beginn des letzten Viertels des 3. Jh. v. Chr.“ angegeben werden, dürften dem Publikum ebenso wie viele Abkürzungen m. E. (meines Erachtens) sowieso nicht zugemutet werden.

Objekttext © Sistlau 2010
 Nein, der Text ist keine Erfindung ...
Noch ein Hinweis zum Objekttext: Er sollte einerseits mehr als die Inventarnummer und andererseits deutlich weniger Nomen und Fremdwörter als dieses katastrophale Beispiel - ganz davon abgesehen, dass ein Nautilus keine Schnecke ist - bieten:
Der Deckelpokal veranschaulicht die Faszination der Kombination von exotischer Naturgestalt und menschlicher Kunstfertigkeit. Solche kostbar gestalteten Pokale sind somit repräsentative Vertreter für eine Kunst- und Wunderkammer. Auch gibt es die Hypothese des Zusammenhangs der Entdeckung des logarithmischen Rechnens mit der Erforschung des Nautilus, also der logarithmischen Spirale eines Schneckenhauses. Somit wäre der Nautilus ebenso der Gruppe der Scientifica, der Wissenschaft, zuzuordnen und daher die Schnittstelle zwischen Naturalia, Artificialia und Scientifica.

Seien Sie bei Ihrem nächsten Ausstellungsbesuch kritische/r Leser/in. Prüfen Sie, ob die Texte die Basiskriterien erfüllen und publikumsfreundlich sind. Wenn nicht, beschweren Sie sich, schließlich haben Sie Eintritt bezahlt!

22.02.2012

voll daneben

voll daneben © Sistlau 2009
 Waren wohl weder Hammer noch Zapfhahn da?
Wenn Fische ihre Beine in die Hand nehmen, beginnen die Ohren Augen zu machen.

Wer sich deshalb auf die Socken macht, läuft entweder ohne Schuhe oder hat inkontinenzbedingte feuchte Füße oder beide Probleme zusammen.

Egal, denn:

Wo Dosen einen Nippellaschendurchzieher haben, steht der Kapselheber sowieso mit seinem Flaschenöffner in der Hand im Regen und setzt Rost an.

18.02.2012

Faschierten (Genetiv)


Für den Schlachter galt übrigens die Bandagierten-Woche 
Was den Österreichern das Faschierte, ist den Deutschen das Gehackte.

Schwierig wird's aber erst mit der Verwendung dieses "durchgedrehten" Fleischs in der Werbesprache.
Der Rindfleisch-Woche und der Schweinefleisch-Woche folgt in logischer Reihe die Restfleisch-Woche, die natürlich nicht so genannt werden kann.
Faschierte-Woche ist aus Gründen der Doppelbödigkeit nicht möglich.
Aber was hat eigentlich gegen Woche des Faschierten gesprochen?
Aber von Faschiertes-Woche zu Faschierten-Woche zu kommen, ist schon steil.

14.02.2012

Leichte Sprache

Zitat KulturKontaktAustria Magazin Winter 2011/2012
Aktuell erschienen: Meine Übersetzung zum Artikel von "Gerhard Kowař, Zur Kommunikation im digitalen Zeitalter" im aktuellen KulturKontakt Austria Magazin (Winter 2011/2012, 26-29).
Das gesamte Magazin steht als PDF-Download zur Verfügung.

KulturKontakt Austria ist das Kompetenz- und Ressourcenzentrum in den Bereichen Bildung, Kultur und Kunst. Förderung, Sponsoring, Kulturvermittlung und Bildungskooperation stehen bei KKA nicht nur im Mittelpunkt, sondern es sollen auch die Ergebnisse und Angebote chancengleich für alle Menschen gestaltet sowie verfügbar gemacht werden.

Zum Thema Easy-to-read siehe auch:
Leichte Sprache
Leichte Sprache Layout

Angebot und Nachfrage bei Sistlau.

06.02.2012

Copyright Apfel

©-Apfel © Ch. Ranseder 2009
 Copyright-Apfel
Copyright - zu oft verletzt -  kann auch seltsame Blüten treiben.

2009 wurden Pfotenspuren auf Selbstgestricktem zu klagbaren Plagiaten erklärt - zumindest solange bis der betreffende Konzern mit massiven Imageverlusten zu kämpfen hatte.

2010 wurde der Apfel erstmals seit Willhelm Tell wieder zur Zielscheibe der Rechtsverbindlichkeit geworden. Und wie man weiß, ist nicht nur Schneewittchen ein angebissener Apfel zum Verhängnis geworden. Denn als der Apfel aus dem Paradies geschmuggelt wurde, bekamen Adam und Eva mehr Ärger mit dem illegalen Obstbau als der ganze Most durch den Apfel-Erstbiss wert war. Sogar einer ihrer Söhne züchtete in Folge lieber vierbeinige Vegetarier als das gesunde Zeug selber zu konsumieren. Der nachfolgende Familienzwist ist übrigens bis heute nicht geschlichtet.

2011 wurde das Urheberrecht zum Zankapfel. Vom Nachbarn Äpfel stehlen, statt Äpfel vom Nachbarn kaufen, soll seither üblich werden. Frei nach dem Motto, dein Apfel ist mein Apfel, was ich damit mache, ist mein Apfelstrudel. Übel bekommen statt üblich werden soll es den Apfelverpanschern.

Daher stellt sich folgende besorgte und berechtigte Frage:
Welcher der beiden biblischen Großkonzerne mit Monopolansprüchen, die bereits zu Beginn der Apfelmisere - die zum paradiesischen Menschenkonkurs führte - beteiligt waren, hat das Copyright-C auf den Apfel gestempelt? Denn trotz © kollert genau dieses Apfelfoto immer wieder raubkopiert durchs Netz.

29.01.2012

Kochfestes

Kochfeste Burgenländerin © K. Kaus
 Mehrdeutigkeit ...
Damen beim Kochfest?

Damen beim fest Kochen?

Damen beim Festkochen?

Fest kochende Damen?

Feste Damen gekocht?

Damen fest gekocht?

Damen fest kochend?

Kochfeste Damen?