22.02.2012

voll daneben

voll daneben © Sistlau 2009
 Waren wohl weder Hammer noch Zapfhahn da?
Wenn Fische ihre Beine in die Hand nehmen, beginnen die Ohren Augen zu machen.

Wer sich deshalb auf die Socken macht, läuft entweder ohne Schuhe oder hat inkontinenzbedingte feuchte Füße oder beide Probleme zusammen.

Egal, denn:

Wo Dosen einen Nippellaschendurchzieher haben, steht der Kapselheber sowieso mit seinem Flaschenöffner in der Hand im Regen und setzt Rost an.

18.02.2012

Faschierten (Genetiv)


Für den Schlachter galt übrigens die Bandagierten-Woche 
Was den Österreichern das Faschierte, ist den Deutschen das Gehackte.

Schwierig wird's aber erst mit der Verwendung dieses "durchgedrehten" Fleischs in der Werbesprache.
Der Rindfleisch-Woche und der Schweinefleisch-Woche folgt in logischer Reihe die Restfleisch-Woche, die natürlich nicht so genannt werden kann.
Faschierte-Woche ist aus Gründen der Doppelbödigkeit nicht möglich.
Aber was hat eigentlich gegen Woche des Faschierten gesprochen?
Aber von Faschiertes-Woche zu Faschierten-Woche zu kommen, ist schon steil.

14.02.2012

Leichte Sprache

Zitat KulturKontaktAustria Magazin Winter 2011/2012
Aktuell erschienen: Meine Übersetzung zum Artikel von "Gerhard Kowař, Zur Kommunikation im digitalen Zeitalter" im aktuellen KulturKontakt Austria Magazin (Winter 2011/2012, 26-29).
Das gesamte Magazin steht als PDF-Download zur Verfügung.

KulturKontakt Austria ist das Kompetenz- und Ressourcenzentrum in den Bereichen Bildung, Kultur und Kunst. Förderung, Sponsoring, Kulturvermittlung und Bildungskooperation stehen bei KKA nicht nur im Mittelpunkt, sondern es sollen auch die Ergebnisse und Angebote chancengleich für alle Menschen gestaltet sowie verfügbar gemacht werden.

Zum Thema Easy-to-read siehe auch:
Leichte Sprache
Leichte Sprache Layout

Angebot und Nachfrage bei Sistlau.

06.02.2012

Copyright Apfel

©-Apfel © Ch. Ranseder 2009
 Copyright-Apfel
Copyright - zu oft verletzt -  kann auch seltsame Blüten treiben.

2009 wurden Pfotenspuren auf Selbstgestricktem zu klagbaren Plagiaten erklärt - zumindest solange bis der betreffende Konzern mit massiven Imageverlusten zu kämpfen hatte.

2010 wurde der Apfel erstmals seit Willhelm Tell wieder zur Zielscheibe der Rechtsverbindlichkeit geworden. Und wie man weiß, ist nicht nur Schneewittchen ein angebissener Apfel zum Verhängnis geworden. Denn als der Apfel aus dem Paradies geschmuggelt wurde, bekamen Adam und Eva mehr Ärger mit dem illegalen Obstbau als der ganze Most durch den Apfel-Erstbiss wert war. Sogar einer ihrer Söhne züchtete in Folge lieber vierbeinige Vegetarier als das gesunde Zeug selber zu konsumieren. Der nachfolgende Familienzwist ist übrigens bis heute nicht geschlichtet.

2011 wurde das Urheberrecht zum Zankapfel. Vom Nachbarn Äpfel stehlen, statt Äpfel vom Nachbarn kaufen, soll seither üblich werden. Frei nach dem Motto, dein Apfel ist mein Apfel, was ich damit mache, ist mein Apfelstrudel. Übel bekommen statt üblich werden soll es den Apfelverpanschern.

Daher stellt sich folgende besorgte und berechtigte Frage:
Welcher der beiden biblischen Großkonzerne mit Monopolansprüchen, die bereits zu Beginn der Apfelmisere - die zum paradiesischen Menschenkonkurs führte - beteiligt waren, hat das Copyright-C auf den Apfel gestempelt? Denn trotz © kollert genau dieses Apfelfoto immer wieder raubkopiert durchs Netz.