06.02.2012

Copyright Apfel

©-Apfel © Ch. Ranseder 2009
 Copyright-Apfel
Copyright - zu oft verletzt -  kann auch seltsame Blüten treiben.

2009 wurden Pfotenspuren auf Selbstgestricktem zu klagbaren Plagiaten erklärt - zumindest solange bis der betreffende Konzern mit massiven Imageverlusten zu kämpfen hatte.

2010 wurde der Apfel erstmals seit Willhelm Tell wieder zur Zielscheibe der Rechtsverbindlichkeit geworden. Und wie man weiß, ist nicht nur Schneewittchen ein angebissener Apfel zum Verhängnis geworden. Denn als der Apfel aus dem Paradies geschmuggelt wurde, bekamen Adam und Eva mehr Ärger mit dem illegalen Obstbau als der ganze Most durch den Apfel-Erstbiss wert war. Sogar einer ihrer Söhne züchtete in Folge lieber vierbeinige Vegetarier als das gesunde Zeug selber zu konsumieren. Der nachfolgende Familienzwist ist übrigens bis heute nicht geschlichtet.

2011 wurde das Urheberrecht zum Zankapfel. Vom Nachbarn Äpfel stehlen, statt Äpfel vom Nachbarn kaufen, soll seither üblich werden. Frei nach dem Motto, dein Apfel ist mein Apfel, was ich damit mache, ist mein Apfelstrudel. Übel bekommen statt üblich werden soll es den Apfelverpanschern.

Daher stellt sich folgende besorgte und berechtigte Frage:
Welcher der beiden biblischen Großkonzerne mit Monopolansprüchen, die bereits zu Beginn der Apfelmisere - die zum paradiesischen Menschenkonkurs führte - beteiligt waren, hat das Copyright-C auf den Apfel gestempelt? Denn trotz © kollert genau dieses Apfelfoto immer wieder raubkopiert durchs Netz.

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