27.12.2012

Dicke Lippe riskieren?!

Mumienwerbung?


Neulich im "Gesichtsbuch" ...


Wenn das Werbung sein soll, riskiert der Verantworliche eine umfassend dicke Lippe.


18.12.2012

Neulich in Amazonien

Goldmedaille für dieses Fail-Angebot



Da sucht man hoffnungsfroh unter der Kategorie "BH", als die Unterkategorie "Herren" ins Auge springt. Ich hatte "leider" eine andere - selbstverständlich ultraböse - Erwartungshaltung beim Anklicken dieser Option.

11.12.2012

Vom Müssen, Sollen, Dürfen, Wollen, Können und Möchten



Fremdbestimmung


Müssen muss ich anderswo.
Wenn ich sollen soll, kann ich nicht können.
Sobald ich dürfen darf, will ich nicht mehr wollen.
Möchte ich möchten, soll ich nicht müssen, weil ich nicht können darf. 

© Sistlau 


05.12.2012

Fliegende Straßenräuber

Zoospatz müsste man sein ...


... täglich reich gedeckte Tische!


Protest und Petition: Gegen Kulturverlust

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Wasserturm_Wels1.jpg&filetimestamp=20080216091614
Wels, Oö

Wer an der Kultur spart, hat keine. 


Das Minoritenmuseum in Wels soll für Individualtouristen geschlossen werden und das Burgmuseum an weniger Tagen zugänglich sein.

Es geht also weiter mit dem Kulturverlust in Österreich. Dazu kommt eine massive Benachteiligung von Einzelpersonen. Man wird wohl dem Gruppenzwang in Zukunft folgen müssen, um Zugang zum Museum zu erhalten. Alleine das Museum zu besuchen - falls das Museum überhaupt weiterexistiert -, scheint ein Privileg erlauchter Kreise zu werden. Der unterpriviligierte Einzelmensch muss in Zukunft Kaffeefahrten buchen oder Schulklassen auf Ausflüge begleiten.


Menschen mit Kultur verhindern Kulturverlust


Nachstehend der Aufruf zur Unterstützung und ein Mausklick entfernt steht der Petitionstext als Download zur Verfügung.

Liebe Kulturinteressierte!
Vor kurzem wurde bekannt, dass die Stadt Wels beim kommenden Budget 2013 vor allem im ohnehin schon sehr dürftig dotierten Kulturbereich sparen will (keine Lobby). So soll unter anderem das Minoritenmuseum (Römermuseum) für Individualtouristen geschlossen werden, das heißt nur mehr für Gruppen (ab ca 8 Personen) und für Führungen geöffnet werden, das Burgmuseum soll weitere Schließtage erhalten, gegenwärtig ist es am Montag geschlossen.


Es hat sich spontan eine Gruppe besorgter Bürger gebildet, die diesen Anschlag auf das städtische Kulturleben nicht hinnehmen will. Teil der Aktivitäten wird ein offener Brief an den Herrn Bürgermeister und die Gemeinderäte sein, in dem gegen diese Maßnahmen protestiert wird. Dieser Brief benötigt möglichst viele Unterschriften. Bitte unterstützen Sie dieses Anliegen durch Ihre Unterschrift. Dazu genügt es, wenn Sie  „einverstanden“ oder ähnlich antwortet an folgende Adresse mailt: angelika@doppelbauer.at. Wir fügen Sie dann bei den Unterschriften an.

Wenn Sie darüber hinaus noch helfen wollen, leiten Sie diesen Brief bitte an Personen weiter, von denen Sie glauben, dass sie unseren Protest auch unterstützen. Dann wäre dies noch eine wunderbare Zugabe. Bitte positive Antworten an uns mailen (angelika@doppelbauer.at).

Vielen, vielen Dank.
Angelika und Wolfgang Doppelbauer


Kommentar zu Sascha Lobo "Netzhass ist gratis"

Pferdearsch © http://sistlau.at/blog

Die S.P.O.N. Kolumne vom 04.12.2012


Unter dem Titel Netzhass ist gratis spricht Sascha Lobo pointiert die ebenso anonymen wie feigen verbalen An- und Übergriffe der NetzUNkultur an. Kommentare, die verletzend und verhetzend sind, verängstigend und aufwühlend. Jene unsachlichen und grob beleidigenden Postings, die leider auch andere Kommentatoren anstecken. Zeile um Zeile ziehen sie sich gegenseitig in einem Strudel aus wüsten persönlichen Beschimpfungen in die tiefste Gosse. Vollkommen zum virtuellen Blutrausch aufgestachelt, werden alle Beteiligten zu Frettchen der verbalen Gemeinheiten, Beleidigungen, Obszönitäten und Gewaltandrohungen. Hauptsache persönlich und untergriffig lautet deren Devise. Immer häufiger - schon längst viel zu häufig - ist ein widerlicher Shitstorm die Folge. Netzhass ist nicht nur gratis, er ist vor allem ebenso billig wie jene, die ihn verbreiten.


Es kann jedem passieren


Dieses Jahr traf es mich auf Facebook. Ich wurde auf meinem eigenen Fleckchen chronisch-virtueller Realität unterirdisch angepöbelt.
Der Betreffende verstand trotz Erklärung nicht, worum es ging und ich merkte nicht, dass er nur völlig ungebildet war: Ein erfolgeicher Geschäftsmensch ohne jegliche Allgemeinbildung. Es war eine Belanglosigkeit ein Missverständnis, das eben nicht aufklärbar war. Dazu hätte es eben mehr als nur Text gebraucht, denn Kommunikation ist multisenorisch, was das Netz eben nicht bieten kann.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt, der bei mir spätestens bei Beleidigungen einsetzt, beende ich das  offensichtlich Nonfunktionale. Wenn Höflichkeit nicht hilft, und beim Gegenüber der kulturelle Lack zusammen mit dem gesellschaftlichen Schliff abblättert, dann wird eben blockiert. Ich würde schließlich auch keinen Randalierer als willkommenen Gast einladen in meiner Wohnung die Stimmung zu verderben.


Löschen und Blockieren sind nur der halbe Erfolg


Hassredner sind wie aggressive Besoffene, die auf der Straße grölen, bis sie jemanden zum Opfer machen können. Wird ihnen die Plattform durch Blockieren entzogen, laufen sie zur Höchtsform des Unterirdischen auf. Das an der einen Pinnwand ausgebliebene Erfolgserlebnis wird sofort in bester Mobbing-Strategie in einer anderen, vertrauteren Gruppe gesucht. Richtig im Niveaulimbo angekommen, wird die Gosse überall dort fleißig breitgetreten, wo sich eine Plattform bietet.

Dass solche Leute letztlich selber ganz winzige Lichtchen sind, Opfer ihres eigenen Versagens, ihrer Ohnmacht und Dummheit, mag zum Begreifen beitragen, aber unverletztlich macht dieses Wissen die Angegriffenen trotzdem nicht.

Was kratzt es den Baum, wenn sich ein Schwein daran scheuert?


fette Sau © http://sistlau.at/blogHassredner diskreditieren vor allem sich selbst. Es gibt nichts besseres, als Schmutzproduzenten - wie alle (ihre) Fäkalien - unbeachtet in den Kanal zu spülen.

Ignoranten, Motzer, Pöbler und Verbalattentäter bestraft man am besten durch Ignorieren, weil Aufmerksamkeitsdefizite von solchen Personen am schlechtesten vertragen werden. Ein Sieg, der sich nicht als Sieg anfühlt, ist wenig aufbauend. Es erfordert eine Menge intellektueller Kraft, um den Sieg als solchen tatsächlich zu empfinden, sowie ein enormes Selbstbewusstsein, um sich nicht die eigenen virtuellen Imagewunden vor dem dunklen Bildschirm zu lecken. Denn es fehlt dem Opfer, rein verhaltensbiologisch betrachtet, der reale Gegenschlag, der den Gegner sichtbar in die Flucht schlägt (!) und allen (vorallem dem eigenen Ego) zeigt, wer zuletzt den besseren Schwinger hatte. Wer das Gefühl des letzten Wortschwingers im Netz braucht, um sich groß, mächtig und erfolgreich zu fühlen, erliegt seinem eigenen Atavismus. Damit wäre man selbst am besten Weg mit der Rolltreppe zu diesen in den Limbo fahren.